Inspektion des Tellerbelüftungssystems, von oben betrachtet

Zum Glück für die heutigen Bewohner der Stadt, die bereits Wohnsitz von Mozart, Beethoven und Sigmund Freud war, hat das E_OS (Energieoptimierung durch Schlammbehandlung)-Projekt jetzt eine Anlage bereitgestellt, die nicht nur bis zu 1.000 Kubikmeter Abwasser pro Minute behandelt, sondern ausserdem auch noch 78 GWh Strom und 82 GWh Wärme aus Biogas produziert. Energietechnisch ist die Anlage jetzt völlig autark und hat so Wiens jährliche Kohlenstoffemissionen um 40.000 Tonnen gesenkt.

Das Sulzer-Team hat eng mit den Projektingenieuren zusammengearbeitet und ihnen geholfen, aus einer grossen Abwasseraufbereitungsanlage mit hohem Energieverbrauch einen nachhaltigen grünen Energieproduzenten zu machen.

 

Dank jahrzehntelanger Erfahrung in der Behandlung von Wasser und Abwasser konnte Sulzer smarte Prozesslösungen spezifizieren, liefern und installieren, um beim Senken des Energieverbrauchs zu helfen und die in der Anlage eingesetzte Ausrüstung zuverlässiger zu machen.

Auf die Mischung kommt es an

Das alte Klärwerk beanspruchte mehr als 1% der Elektrizität, die von Wiens grösstem Energieversorger produziert wurde. Alles andere als eine Ideallösung, was die Kosten und Effizienz betrifft!

Die ersten dieser Lösungen waren die Mischer-Einheiten für sechs 30 Meter hohe Faulbehälter, von denen jeder eine grosse Menge Biogas produzieren kann.

Die riesigen Mischer rühren kontinuierlich den Schlamm in den Tanks um, um für eine optimale Biogasproduktion zu sorgen. Sulzers Lösung umfasste den Einsatz eines vertikalen Scaba-Langwellenrührwerks mit grossem Durchmesser, das mit geringer Geschwindigkeit rotiert.

Auf diese Weise können kleinere Motoren zur Unterhaltung des Prozesses verwendet werden, was Energieeinsparungen ermöglicht.

bestätigten von der Technischen Universität Wien durchgeführte Tests, dass diese effiziente Konfiguration die Leistungsanforderungen der Anlage in vollem Umfang erfüllt.

Für Blasenbildung sorgen

Ausser der Lösung für Faulbehälter ermöglichte Sulzer weitere Einsparungen bei den neuen Belüftungsbecken.

Nachhaltigkeit ist eine Herausforderung für uns alle und Sulzer engagiert sich für die Entwicklung und Bereitstellung von Produkt- und Systemlösungen, die dabei helfen, die Energieeffizienz, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit im Rahmen einiger der weltweit wichtigsten Infrastrukturprojekte zu verbessern.

Während der Wasseraufbereitung sorgt eine Reihe von Leiträdern für eine feinblasige Belüftung des Wassers. In Gesprächen mit dem Projektteam erfuhren Sulzers Ingenieure, dass die für die Anlage geplante Luftversorgungskonfiguration drei grosse 1,2 MW-Kompressoren umfasste. Nach dem Beurteilen der Anforderungen für Durchfluss und Druck schlug Sulzer vor, den erforderlichen Output durch den Lastausgleich von acht kleineren 400 kW-HST-Turboverdichtern zu realisieren. Damit verringerte sich der Gesamtenergieverbrauch um 400 kW. Darüber hinaus ermöglichen die robusten HST-Kompressoren einen leiseren Betrieb und äusserst geringe Wartungskosten.
Werfen Sie einen Blick auf dieses unglaubliche Projekt, das langsam beginnt, Gestalt anzunehmen.
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