Die Methan-Pyrolyse ist eine innovative Technologie, bei der Methan (CH₄) in einem mikrowellengenerierten Plasma aufgespalten wird. Dabei entstehen Wasserstoff (H₂) und fester Kohlenstoff (C). Auf diese Weise kann Methan energetisch genutzt werden, ohne dass das CO2 als Treibhausgas in die Atmosphäre gelangt. Der produzierte Kohlenstoff kann demgegenüber als wertvoller Rohstoff in Bau- und Landwirtschaft weiterverwendet werden.  

Michael Schüepp, Head of Ventures bei Sulzer: «Das Resultat dieser schweizweit einzigartigen Kooperation zeigt, dass auch schwer dekarbonisierbare Prozesse nachhaltig gestaltet werden können. Dazu braucht es Innovationskraft und Beharrlichkeit – was uns darin bestärkt, den Verein weiterhin zu unterstützen.»  

Zusammenarbeit von führenden Unternehmen, Empa und Kanton Zug 
Sulzer hat als einer von 16 Industriepartnern Prozesswissen zur Aufreinigung des Kohlenstoffs in die Grundlagenarbeit miteingebracht. Potenzial sieht das Unternehmen beispielweise in der weiteren Verwendung des Kohlenstoffs in der Abwasseraufbereitung – ein wichtiger Teil des Kerngeschäfts rund um die Aufbereitung von Wasser. Der Verein dient mit seinen Partnern, der Empa als wissenschaftlichen Institution und der Unterstützung des Kantons Zug aber auch als Diskussions- und Kollaborationsplattform. Der Austausch ist zentral, um auch andere Dekarbonisierungsprojekte wie zum Beispiel im Bereich Carbon Capture weiter voranzubringen.  

Regierungsrätin Silvia Thalmann-Gut sieht darin einen grossen Nutzen: «Seitens Kanton sind wir natürlich hocherfreut, wenn Industrie- und Wissenschaftspartner zusammenfinden. Diese Anlage zeigt das Potenzial einer solchen Zusammenarbeit. Ich bin überzeugt, dass dies der richtige Weg ist, unser Ziel einer Netto-Null-Industrie zu erreichen.»

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