Halbjahresergebnisse 2016

Chemtech

Bestellungseingang und Umsatz verringerten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode. Das operative EBITA und die operative ROSA stiegen an. Sulzer akquirierte die PC Cox Group Ltd. und unterzeichnete eine verbindliche Übernahmevereinbarung für die Geka GmbH. Ausserdem gab das Unternehmen die Schliessung seiner Produktion in Oberwinterthur, Schweiz, bekannt.

Die profitabelste Geschäftseinheit von Sulzer verdoppelt ihre Grösse

Sulzer übernahm die PC Cox Group Ltd. mit Hauptsitz in Newbury, Grossbritannien. Mit dieser ergänzenden Akquisition ist Sulzer Mixpac Systems (SMS) – eine Geschäftseinheit der Division Chemtech – nun ein führender Hersteller von Dispensern für industrielle Anwendungen. Am 1. Juli unterzeichnete Sulzer zudem eine verbindliche Vereinbarung für die Übernahme der Geka GmbH und verdoppelte damit die Grösse ihrer profitabelsten Geschäftseinheit SMS. Mit dieser Transaktion entsteht ein führender Anbieter für urheberrechtlich geschützte Mischsysteme und Applikatoren im B2B-Bereich.

Der zunehmende Konkurrenzdruck, der signifikante Rückgang des Ölpreises und der starke Schweizer Franken lasten schwer auf den Produktionskosten in der Schweiz. Deshalb kündigte Sulzer die Schliessung seiner Chemtech-Produktion in Oberwinterthur, Schweiz, an. Diese Restrukturierung wird voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2017 abgeschlossen sein.

Bestellungseingang gesunken

Die Division Chemtech vermeldete einen Rückgang beim Bestellungseingang gegenüber der Vorjahresperiode. Der Rückgang ist hauptsächlich dem schwachen Öl- und Gasmarkt sowie einem Basiseffekt (Grossauftrag im Nahen Osten im Vorjahr) zuzuschreiben. Die Bruttomarge des Bestellungseingangs stieg insgesamt jedoch an. Der Öl- und Gasmarkt bot weiterhin ein herausforderndes Umfeld. Die Nachfrage in der allgemeinen Industrie stieg an, was hauptsächlich auf den höheren Bestellungseingang von SMS zurückzuführen war. In Europa, dem Nahen Osten und Afrika erhöhte sich der Bestellungseingang (ohne den oben erwähnten Grossauftrag). In Nord-, Mittel- und Südamerika war der Bestellungseingang rückläufig, während er in der Region Asien-Pazifik über dem niedrigen Vorjahresniveau lag.

Umsatzrückgang – Verbesserung des operativen EBITA und der operativen ROSA

Der Umsatz verringerte sich im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zur Vorjahresperiode. Das Ausbleiben von Upstream-Projekten und die Verzögerung bestimmter Projekte bis in die zweite Jahreshälfte trugen zu dieser Entwicklung bei. Die markante Umsatzzunahme von SMS vermochte die geringeren Volumina der Geschäftseinheiten Trenntechnologie und Tower Field Services nicht wettzumachen. Das operative EBITA und die operative ROSA verbesserten sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2015.

in Mio. CHF 2016 2015 Veränderung in +/- % +/- %1) 
Bestellungseingang 353,3 391,1 – 9,7 – 9,1
Bruttomarge des Bestellungseingangs 38,0 % 34,2 %
Auftragsbestand am 30. Juni/31. Dezember 342,1 307,7 11,2
Umsatz 314,9 338,8 – 7,1 – 6,7
EBIT 13,7 22,8 – 39,9
opEBITA 34,0 33,8 0,6 1,8
opROSA 10,8 % 10,0 %
Mitarbeitende (Anzahl Vollzeitstellen) am 30. Juni/31. Dezember 3 594 3 539 1,6

1) Bereinigt um Währungseffekte.

Sofern nicht anders angegeben, basieren alle Veränderungen zum Vorjahr auf währungsbereinigten Werten.

EBIT: Betriebsergebnis
ROS: Umsatzrendite (EBIT/Umsatz)
opEBITA: Betriebsergebnis vor Restrukturierung, Amortisationen, Wertminderungen und nicht operativen Positionen
opROSA: Umsatzrendite vor Restrukturierung, Amortisationen, Wertminderungen und nicht operativen Positionen (opEBITA/Umsatz)