Sulzer hat die Prognose über den Bestellungseingang für das Gesamtjahr 2017 angehoben. War das Unternehmen bisher von einem Wachstum des Bestellungseingangs von 5 bis 8 % ausgegangen, rechnet es nun für das Jahr 2017 mit einem Wachstum von 7 bis 10 %. Die Prognose für den Umsatz und die operative EBITA-Marge (opROSA) wird hingegen beibehalten.

Kennzahlen

Ergebnisse im ersten Halbjahr 20174

Der Bestellungseingang erhöhte sich um 12,5 %, wovon 1,9 % auf organisches Wachstum und 10,6 % auf Akquisitionen zurückzuführen sind. Der Bestellungseingang im Öl- und Gasmarkt stabilisierte sich auf einem tiefen Niveau, wobei das Unternehmen im Downstream-Segment erhöhte Aktivität verzeichnete. Im Energiemarkt verbesserte sich der Bestellungseingang dank des Beitrags von Rotec. Aufträge aus dem Wassermarkt gingen zurück, da im Bereich Engineered Water weniger grössere Aufträge eingingen, wohingegen das kommunale Wassergeschäft aktiv blieb. Das Marktsegment allgemeine Industrie verzeichnete vor allem infolge der Akquisitionen einen Anstieg.

Der Umsatz stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode währungsbereinigt um 3,7 %, wohingegen er auf organischer Basis um 6,7 % abnahm. Der Rückgang des organischen Umsatzes ist dem geringeren Umsatzvolumen der Division Pumps Equipment im Öl- und Gasmarkt geschuldet.

Bereinigt um Währungseffekte erhöhte sich das operative EBITA. Trotz des niedrigeren organischen Umsatzvolumens stieg die operative EBITA-Marge (opROSA) im ersten Halbjahr 2017 von 7,1 % im Vorjahr auf 7,4 %. Das Betriebsergebnis belief sich im ersten Halbjahr 2017 auf CHF 55,3 Millionen, beeinträchtigt durch Restrukturierungsaufwand und Kosten des SFP-Programms. Im Jahr 2016 umfassten die nicht operativen Positionen einen einmaligen Gewinn von CHF 35,4 Millionen aus der Reduzierung des Umwandlungssatzes für Schweizer Vorsorgepläne. Ohne diesen einmaligen Gewinn hätte das Betriebsergebnis im Vorjahreszeitraum CHF 46,3 Millionen betragen.

Akquisitionen und SFP als Fundament für künftiges Wachstum und Profitabilität

Die 2016 angekündigten Akquisitionen trugen insgesamt CHF 150 Millionen zum Gesamtbestellungseingang bei. Im Mai unterzeichnete das Unternehmen eine bindende Vereinbarung zur Übernahme von Simcro. Dank dieser Transaktion hat sich Sulzer in einem weiteren attraktiven Endmarkt positioniert: Tiermedizin.

Das SFP-Programm ist auf Kurs, um im Geschäftsjahr 2017 weitere CHF 40 bis 60 Millionen Kosteneinsparungen zu erzielen. Sulzer bekräftigt sein Ziel, mit dem SFP ab 2018 insgesamt Kosteneinsparungen von CHF 200 Millionen zu realisieren. Sämtliche Einsparungen sind durch bereits eingeleitete Massnahmen gesichert. Das SFP hat bisher dazu beigetragen, die Herausforderungen des Marktumfelds abzufedern. Sobald die Markterholung einsetzt, wird es auch zur Margensteigerung beitragen.

Ausblick

Sulzer hat die Prognose über den Bestellungseingang für das Gesamtjahr 2017 angehoben. War das Unternehmen bisher von einem Wachstum des Bestellungseingangs von 5 bis 8 % ausgegangen, rechnet es aktuell für das Gesamtjahr 2017 mit einem Wachstum von 7 bis 10 %. Die Prognose für den Umsatz und die operative EBITA-Marge wird hingegen beibehalten. Die Umsatzzunahme dürfte 3 bis 5 % betragen. Die operative EBITA-Marge (opROSA) wird voraussichtlich bei etwa 8,5 % liegen.

Einzelheiten zu den Ergebnissen

Pumps Equipment: Höherer Bestellungseingang, Umsatz unter Druck

Im ersten Halbjahr 2017 vermeldete die Division Pumps Equipment einen höheren währungsbereinigten und einen weitgehend stabilen organischen Bestellungseingang. Während der Öl- und Gasmarkt wuchs, verzeichnete der Energiemarkt einen Rückgang. Der Auftragseingang im Wassermarkt ging ebenfalls zurück, da im Bereich Engineered Water weniger Grossaufträge eingingen. Der allgemeine Industriemarkt wuchs aufgrund der Akquisition von Ensival Moret.

Sowohl der währungsbereinigte als auch der organische Umsatz verminderten sich. Dies war hauptsächlich auf das Timing von Projekten sowie das signifikant geringere Umsatzvolumen im Öl- und Gasmarkt als Folge des vergleichsweise niedrigen Bestellungseingang aus dem Vorjahr zurückzuführen.

Das operative EBITA von Pumps Equipment fiel hauptsächlich wegen des tieferen Umsatzvolumens in den negativen Bereich. In der Folge ging die operative EBITA-Marge (opROSA) auf –2,4 % zurück. Das Pumpenersatzteilgeschäft wurde zum Jahresbeginn aus der Division Pumps Equipment in die Division Rotating Equipment Services verlagert. Dennoch erwartet die Division, dass sie für das Gesamtjahr den Break-even auf Stufe opEBITA erreicht, da das Neuanlagengeschäft den grösseren Teil des Umsatzes in der zweiten Jahreshälfte generiert.

PE Kennzahlen
Rotating Equipment Services: Mehr Bestellungen, stabile Profitabilität

Der Bestellungseingang erhöhte sich gegenüber der Vorjahresperiode sowohl währungsbereinigt als auch organisch. Die Zunahme war hauptsächlich den Turbo-Services-Aktivitäten zuzuschreiben, bei denen der Bestellungseingang trotz stärkerer Konkurrenz von Originalherstellern (OEM) anstieg. Auch bei den Serviceleistungen für Pumpen (einschliesslich Ersatzteilen) und den elektromechanischen Services war eine Zunahme zu beobachten.

Der organische Umsatz nahm gegenüber dem Vorjahr leicht ab, was in erster Linie auf den schwächeren Bestellungseingang in Nord-, Mittel- und Südamerika im Schlussquartal 2016 zurückzuführen war.

Das operative EBITA blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert, was in einer operativen EBITA-Marge (opROSA) von 12,4 % verglichen mit 12,2 % im ersten Halbjahr 2016 resultierte.

Chemtech: Bestellungseingang, Umsatz und Profitabilität gesteigert

Chemtech wies gegenüber der Vorjahresperiode einen höheren Bestellungseingang aus, sowohl auf währungsbereinigter als auch auf organischer Basis. Die Zunahme ist mehrheitlich der guten Leistung des Trenntechnologiegeschäfts zuzuschreiben.

Im ersten Halbjahr 2017 erhöhten sich der um Währungseffekte bereinigte und der organische Umsatz, was den höheren Bestellungseingang im Vorjahr widerspiegelt. Auch die Geschäftseinheit Tower Field Services trug mit der Ausführung von zuvor gewonnenen grösseren Projekten zur Steigerung bei.

Das operative EBITA erhöhte sich markant. Grund waren das grössere Umsatzvolumen und die operativen Verbesserungsmassnahmen. Entsprechend stieg auch die operative EBITA-Marge (opROSA) von 2,0 % auf 4,9 % an.

CT Kennzahlen
Applicator Systems: Steigender Umsatz und Gewinn

Das Geschäftsmodell von APS unterscheidet kaum zwischen Bestellungseingang und Umsatz. Der organische Umsatz erhöhte sich im ersten Halbjahr 2017 währungsbereinigt um 6,7 %. Die Akquisitionen von Geka und PC Cox trugen mit CHF 98,1 Millionen zum Umsatz bei und erhöhten die Wachstumsrate währungsbereinigt auf 100 %. Das organische Wachstum profitierte vor allem von der Dynamik bei Industrieklebstoffen und Dentalanwendungen.

Das operative EBITA nahm im ersten Halbjahr 2017 – in erster Linie akquisitionsbedingt – von CHF 29,7 Millionen in der Vorjahresperiode auf CHF 45,1 Millionen zu. Die operative EBITA-Marge (opROSA) lässt sich nicht mit dem ersten Halbjahr 2016 vergleichen, da die Akquisition von Geka in der zweiten Hälfte 2016 abgeschlossen wurde und ihr Beitrag aus diesem Grund nicht in der Vergleichsperiode (erstes Halbjahr 2016) enthalten ist.

APS Kennzahlen

1 Bereinigt um Währungseffekte.
2 Bereinigt um Akquisitions- und Währungseffekte.
3 CHF 46,3 Millionen ohne den einmaligen Gewinn aus den Schweizer Vorsorgeplänen von CHF 35,4 Millionen.
4 Sofern nicht anders angegeben, basieren alle Veränderungen zum Vorjahr auf währungsbereinigten Werten.

Abkürzungen:
EBIT: Betriebsergebnis
ROS: Umsatzrendite (EBIT/Umsatz)
opEBITA: Betriebsergebnis vor Restrukturierung, Amortisationen, Wertminderungen und nicht operativen Positionen
opROSA: Umsatzrendite vor Restrukturierung, Amortisationen, Wertminderungen und nicht operativen Positionen (opEBITA/Umsatz)
EPS: Unverwässerter Gewinn je Aktie
FCF: Free Cash Flow

Wichtige Termine 2017

26. Oktober: Bestellungseingang Jan. – Sept. 2017

Weiterführende Links

  • Halbjahresergebnisse 2017
    Der Bestellungseingang nahm im ersten Halbjahr 2017 währungsbereinigt und organisch zu. Währungsbereinigt stieg der Umsatz ebenfalls an, während er auf organischer Basis abnahm. Das operative EBITA und die operative EBITA-Marge (opROSA) lagen gegenüber der Vorjahresperiode höher.

  • Präsentationen und Webcasts
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