In den vergangenen Monaten verschlechterten sich die Marktbedingungen in praktisch allen Segmenten von Sulzer weiter, und es wird keine rasche Erholung oder Verbesserung in den Schlüsselmärkten von Sulzer erwartet. Es wurden in den letzten Monaten an einzelnen Standorten bereits verschiedene Massnahmen wie die Reduktion der Unterlieferverträge und Kurzarbeit ergriffen. Angesichts der derzeitigen Marktaussichten wird Sulzer die Kapazitäten jedoch noch stärker an das anhaltend tiefere Nachfrageniveau anpassen müssen.
Sulzer hat auf der Basis spezifischer Szenarios ein umfassendes divisions- und regionsübergreifendes Kostensenkungsprogramm ausgearbeitet, das gut geplant und geführt umgesetzt wird. Bei einmaligen Kosten von rund CHF 55 Millionen werden von diesen Massnahmen nach ihrem Abschluss in der ersten Jahreshälfte 2011 jährliche Einsparungen von rund CHF 110 Millionen erwartet.
Rund die Hälfte der einmaligen Kosten wird im Halbjahresabschluss 2009 verbucht werden. Der restliche Teil dürfte gegen Ende 2009 und Anfang 2010 anfallen. Es wird erwartet, dass diese Kosten vorwiegend im zweiten Halbjahr 2009 sowie im Jahr 2010 und ein geringerer Teil 2011 zahlungswirksam werden.
Die Veräusserung nicht geschäftlich genutzter Liegenschaften in der Schweiz war in der ersten Jahreshälfte 2009 ausserordentlich erfolgreich. Der erzielte Mittelzufluss betrug über CHF 100 Millionen. Der ausserordentliche Beitrag der Immobilienaktivitäten zum Betriebsergebnis wird sich auf rund CHF 45 Millionen für die ersten sechs Monate 2009 belaufen. Für das zweite Halbjahr werden keine weiteren wesentlichen Veräusserungen erwartet.
Von den 12 726 Sulzer-Mitarbeitenden (Vollzeitstellen) per Ende 2008 werden voraussichtlich rund 1400 von den geplanten Kostensenkungsmassnahmen betroffen sein. Der geografische Schwerpunkt wird in den Regionen Europa sowie Amerika liegen.
Sulzer will die Zahl der Entlassungen von fest angestellten Mitarbeitenden nach Möglichkeit niedrig halten, indem zuerst die freiwillige Personalfluktuation, vorzeitige Pensionierungen und die Reduktion der Unterlieferverträge genutzt werden. Das Unternehmen wird - wo möglich - auch interne Versetzungsmöglichkeiten suchen, um die Anzahl der Entlassungen zu minimieren. Als zusätzliche Massnahme wurde bereits seit Anfang 2009 an verschiedenen Standorten Kurzarbeit eingeführt.
Sämtliche Divisionen werden Kostensenkungsmassnahmen ergreifen. Umfang und zeitlicher Rahmen hängen jedoch von der spezifischen Situation ab. 2009 werden Sulzer Metco und Sulzer Chemtech am stärksten betroffen sein, während Sulzer Turbo Services in geringerem Masse betroffen ist. Sulzer Pumps wird an vielen Standorten noch einen hohen Auftragsbestand abwickeln und die Kapazitäten erst später anpassen müssen.
Gleichzeitig strebt Sulzer auch Einsparungen über eine gezielte Beschaffung und ein weiterhin gründliches Management des Nettoumlaufvermögens an.
Mit diesen Massnahmen passt sich Sulzer rechtzeitig den veränderten Marktbedingungen an. Das Unternehmen konzentriert sich weiterhin auf die langfristige Schaffung von Mehrwert durch innovative, kundenorientierte Lösungen für betriebskritische Anwendungen in seinen Schlüsselmärkten.
Die Halbjahresergebnisse werden am 24. August 2009 veröffentlicht.
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