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Glossar

AFR: (Accident Frequency Rate): Die Unfallhäufigkeit gibt die Anzahl Arbeitsunfälle mit einem oder mehreren Ausfalltagen pro Million Arbeitsstunden an.

Arbeitsunfälle: Berufsunfälle, die sich während der Arbeit an einem Sulzer-Standort oder während der Arbeit im Auftrag von Sulzer an einem Kunden-Standort, d.h. an einem von Sulzer kontrollierten Arbeitsbereich, ereignen. Als Arbeitsunfall gelten auch Unfälle, die sich auf einer im Auftrag von Sulzer unternommenen Geschäftsreise ereignen.

ASR: Die Unfallschwere (Accident Severity Rate) gibt die Anzahl Ausfalltage infolge von Arbeitsunfällen mit mehr als einem Ausfalltag pro Million Arbeitsstunden an.

ATEX: Atmosphère Explosive (Direktive der Europäischen Union auf dem Gebiet des Explosionsschutzes).

CDP: Carbon Disclosure Project, eine Organisation mit dem Ziel, mehr Transparenz hinsichtlich Treibhausgassemissionen zu schaffen.

CE: Conformité Européenne (Produktkennzeichnung nach EU-Recht im Zusammenhang mit Produktsicherheit).

EBIT: Betriebsergebnis vor Abzug der Zinsen und Steuern.

EN 729: Qualitätsanforderung in der Schweisstechnik.

EN 45000: Qualitätsstandard für Testlabors.

Fluktuationsrate (freiwillige Austritte): Abgänge aufgrund von Kündigungen durch die Mitarbeitenden oder aufgrund einer unterzeichneten Abgangsvereinbarung (Pensionierungen sind nicht eingerechnet).

GHG: Treibhausgas, Greenhouse Gas.

GRI (Global Reporting Initiative): weltweit gültiger Standard für Nachhaltigkeitsberichterstattung (www.globalreporting.org).

HR: Human Resources.

ILO: Internationale Arbeitsorganisation, International Labor Organization.

ISO 9001: Internationale Norm, welche die allgemeinen Bedingungen eines Qualitätsmanagementsystems definiert. Ein solches System setzt einen prozessorientierten Ansatz und ein Engagement für kontinuierliche Verbesserungen voraus.

ISO 13485: Abgeleitet von ISO 9001 für Anbieter medizinischer Geräte oder zugehöriger Dienstleistungen.

ISO 14001: Internationale Norm, welche die allgemeinen Bedingungen eines Umweltmanagementsystems definiert.

ISO 16949: Abgeleitet von ISO 9001 für Zulieferer der Automobilindustrie.

ISO 17025: Internationale Norm, welche die erforderlichen Kompetenzen zur Durchführung von Tests und/oder Kalibrierungen, einschliesslich Beprobungen, festlegt.

ISO: Internationale Organisation für Normung, International Standard Organization.

Kyoto-Protokoll: Aus der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen hervorgehendes internationales Klimaschutz-Abkommen. Das Kyoto-Protokoll legt verbindliche Zielwerte für den Ausstoss von Treibhausgasen für 37 Industriestaaten sowie die Europäische Union fest.

LEAN Der Sulzer-Begriff Lean Management bezeichnet die Gesamtheit der Denkprinzipien, Methoden und Verfahrensweisen zur effizienten Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette industrieller Güter.

Mitarbeitende: Die Anzahl Mitarbeitende entspricht, wenn nicht anders vermerkt, der Anzahl Vollzeitstellen.

Montreal-Protokoll: Im Januar 1989 in Kraft getretenes multilaterales Abkommen zur stufenweisen Abschaffung von Stoffen, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen.

MSDS (Material Safety Data Sheet): Sicherheitsdatenblatt, das vom Hersteller eines chemischen Produkts erstellt wird. Es enthält Angaben zur sicheren Verwendung bzw. Handhabung des Produkts sowie zu dessen Risikopotenzial. Diese Informationen können für eine angemessene Reaktion im Notfall beigezogen werden.

Nadcap: Weltweites gemeinschaftliches Programm von Unternehmen, das einen Konsens-Ansatz bezüglich Produkte und Prozesse innerhalb der Luftfahrt- und Automobilindustrie schaffen soll.

OHS/OHSAS 18001: OHSAS (Occupational Health and Safety Assessment Series) ist eine internationale Norm zum Aufbau und Betrieb eines Managementsystem für Arbeitssicherheit mit dem Ziel, die Sicherheit am Arbeitsplatz kontinuierlich zu verbessern.

OSHA: Dem US-Arbeitsministerium unterstehende Bundesbehörde, die über die Durchsetzung des Bundesarbeitssicherheitsgesetzes wacht.

Ozonabbau: Basierend auf chemischen Abbauprozessen wird die Ozonschicht zerstört. Ursache der Abbauprozesse sind anthropogene Fluorchlorkohlenwasserstoffe. Die Ozonschicht schützt Lebewesen vor der ultravioletten Sonnenstrahlung.

Photosmog (oder photochemischer Smog): bezeichnet die Belastung der bodennahen Luftschichten durch hohe Ozonkonzentrationen. Sie entstehen durch das Zusammenspiel von Sonnenlicht, Kohlenwasserstoffe und Stickstoffoxide.

QESH: Qualität, Umwelt, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (Quality, Environment, Safety, and Health).

REACH: Registration, Evaluation and Authorization of Chemicals (Chemikalienverordnung der Europäischen Union für die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien ).

ROCE: Rendite des Betriebsvermögens, Return on Capital Employed.

RoHS: Richtlinie 2002/95/EG der Europäischen Gemeinschaft zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (Restriction of the Use of Certain Hazardous Substances in Electrical and Electronic Equipment).

ROS: Umsatzrendite, Return on Sales.

SA 8000: Der auditierbare Sozialstandard Social Accountability 8000 basiert auf elf Konventionen der ILO, der UN Menschenrechtsdeklaration und der UN Konvention für die Rechte der Kinder.

SAE AS 9100: Abgeleitet von ISO 9001 für Zulieferer der Luftfahrtindustrie mit internationalem Geltungsbereich.

SCC: Safety Certificate Contractors. Internationaler Standard für Sicherheits-, Gesundheitsund Umweltschutzmanagement für technische Dienstleister, die in den Betriebsstätten des Auftraggebers tätig werden (Contractors).

Schwarze Liste potenziell gefährlicher Substanzen: Instrument zur Ermittlung von Risiken beim Einsatz von Chemikalien. Abgedeckt werden problematische Substanzen, die reguliert sind bzw. für die eine Regulierung geplant ist.

Scope: Definiert die operativen Systemgrenzen im Zusammenhang mit den indirekten und direkten GHG Emissionen.

Scope 1 Inventory: Umfasst die direkten GHG-Emissionen einer Organisation.

Scope 2 Inventory: Umfasst die GHG-Emissionen einer Organisation, die durch die Herstellung der für den Eigenverbrauch eingekauften Elektrizität, Heizung, Kühlung oder Dampfproduktion emittiert wurden.

Scope 3 Inventory: Umfasst die indirekten GHG einer Organisation, die nicht durch den Scope 2 abgedeckt sind.

SEED: (Social, Economic, and Ecological Data). Datenbank zur Erfassung und Auswertung von sozialen, ökonomischen und ökologischen Daten. Sulzer setzt die Datenbank, im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung ein.

SEED light: Eine reduzierte Version von SEED für kleinere Standorte.

SEED mini: Eine reduzierte Version von SEED für Servicestandorte.

Siedlungsabfall: Siedlungsabfall wird durch die Gemeinden eingesammelt und behandelt. Darunter fallen diejenigen Abfälle, die nicht wie gewisse Haushaltabfälle rezykliert werden können, beispielsweise Tetrapackungen und Verpackungen aus Verbundstoffen.

SIEF: Substance Information Exchange Forum. Im Zusammenhang mit REACH sind alle Registranten gesetzlich dazu verpflichtet, einem Forum zum Austausch von Stoffinformationen (SIEF) beizutreten. SIEF werden von Unternehmen gebildet, die beabsichtigen, denselben Stoff registrieren zu lassen. Die SIEF werden eingerichtet, um den Datenaustausch zu erleichtern, die doppelte Durchführung neuer Studien zu vermeiden und gegebenenfalls die Einstufung und Kennzeichnung zu vereinfachen.

Sonderabfall: Sulzer führt eine Liste von 18 Abfällen, die minimal als Sonderabfall gelten. Weitere Sonderabfälle können durch die verschiedenen lokalen Gesetzgebungen definiert werden. Die Behandlung eines Grossteils dieser Materialien kann als Recycling bezeichnet werden (z.B. Altöl). Bei Sulzer umfasst Sonderabfall Abfälle in fester und flüssiger Form – in erster Linie gebrauchte Farben und Lösungsmittel, gebrauchte Emulsionen aus Maschinen, Metallrückstände, Abwasser aus galvanischen Prozessen sowie Filterstaub, beispielsweise aus Sandstrahlanlagen.

Treibhausgase: Das Kyoto-Protokoll reglementiert die wichtigsten Treibhausgase: Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Lachgas (N2O) und synthetische Gase wie Fluorkohlenwasserstoffe (FKW/HFC), perfluorierte Kohlenwasserstoffe und Schwefelhexafluorid. CO2 und N2O werden primär beim Einsatz von fossilen Treib- und Brennstoffen emittiert.

UN Global Compact: Der Global Compact ist eine strategische Initiative der Vereinten Nationen für Firmen, die sich verpflichten, ihre Tätigkeiten mit den Strategien der zehn allgemein akzeptierten Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsumfeld und Antikorruption abzustimmen.

Versauerung: Prozess, bei dem aufgrund der Luftverschmutzung – hauptsächlich durch Ammoniak, Schwefeldioxid und Stickstoffoxide – säurebildende Substanzen entstehen, die beispielsweise Schäden an Ökosystemen in Wäldern und Seen aber auch an Gebäuden verursachen. Schwefeldioxid und Stickstoffoxide werden vor allem beim Verbrennen fossiler Brennstoffe freigesetzt.

VOC: Flüchtige organische Verbindungen (Volatile Organic Compounds), beispielsweise Lösungsmittel. Es gibt halogenierte und nicht halogenierte VOCs, wobei die halogenierten VOCs die Ozonschicht zerstören.


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