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Sulzer steigert Ertragskraft im Jahr 2000 stärker als erwartet
Betriebsergebnis 2000 vor Sondereinflüssen 35% höher als im Vorjahr (09.03.2001, Media Release)
Bei einem Umsatzanstieg von 4% auf CHF 5736 Mio. (Vorjahr CHF 5519 Mio.) steigerte Sulzer das Betriebsergebnis vor Goodwillabschreibungen und Sondereinflüssen um 35% von CHF 309 auf 418 Mio. Beide Konzernbereiche, Sulzer Medica und Sulzer Industries, haben ihren diesbezüglichen Beitrag erheblich verbessert. Sulzer Medica steigerte das Betriebsergebnis um 15% von CHF 234 auf 270 Mio. Sulzer Industries erzielte mit einem Betriebsergebnis vor Goodwillabschreibungen und Sondereinflüssen von CHF 175 Mio. (Vorjahr CHF 89 Mio., Zunahme 97%) das beste Ergebnis, das von den Industriebereichen je erarbeitet wurde.

2000

1999

in %

in % (1)

Bestellungseingang

5775

5387

+7

+7

Umsatzerlös

5736

5519

+4

+4

Betriebsergebnis vor Goodwill-abschreibungen und Sondereinflüssen

418

309

+35

+24

Betriebsergebnis

317

417

–24

Nettogewinn vor Sondereinflüssen

244

176

+39

(pro forma)

Gewinn pro Aktie vor Sondereinflüssen (in CHF)

69.5

48.4

+44

(pro forma)

Nettogewinn

206

254

–19

Gewinn pro Aktie (in CHF)

58.7

69.8

–16

Personalbestand (Anzahl am Jahresende)

22 097

21 170

+4

(1) akquisitions- und währungsbereinigt



Dazu Ueli Roost, Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates der Sulzer AG: «Der erfreuliche Jahresabschluss reflektiert sowohl den deutlich lebhafteren Geschäftsgang in vielen relevanten Märkten als auch den Erfolg unserer Gewinnsteigerungsmassnahmen. Im Vorjahr waren die ordentlichen Ergebnisse rückläufig; hohe positive Sondereinflüsse prägten den Nettogewinn. Im Berichtsjahr 2000 erreichten wir einen starken Anstieg der nachhaltigen Ertragswerte, die deutlich weniger durch Sondereinflüsse beeinflusst wurden.»

Die Goodwillabschreibungen beliefen sich auf CHF 63 Mio. (1999: CHF 64 Mio.). Die Sondereinflüsse (vor allem Kosten für die Neuausrichtung des Konzerns) belasten die Rechnung 2000 mit CHF 38 Mio.; im Vorjahr beliefen sie sich auf positive CHF 172 Mio. Sie resultierten damals einerseits aus den Verkäufen des Elektrophysiologie- und des Wasserturbinengeschäftes, andererseits aus bedeutenden Restrukturierungskosten sowie einer Sonderabschreibung auf Goodwill.

Das Betriebsergebnis nach Goodwillabschreibungen und Sondereinflüssen beträgt CHF 317 Mio. (Vorjahr CHF 417 Mio.). Sulzer Medica trug dazu CHF 230 Mio., Sulzer Industries CHF 128 Mio. bei. Der Posten «Übrige und Konsolidierung» belastete die Rechnung mit CHF 41 Mio. Darin enthalten sind auch Aufwendungen für das aussichtsreiche Brennstoffzellenprojekt Sulzer Hexis und bedeutende Anteile an den Sonderkosten für die Neuausrichtung des Konzerns.

Der Nettogewinn nach Steuern und Minderheitsanteilen nahm von CHF 254 auf 206 Mio. ab. Werden die Sondereinflüsse ausser Acht gelassen, ergibt sich eine markante Nettogewinnsteigerung um 39% von CHF 176 auf 244 Mio. Die Ertragskraft des Sulzer-Konzerns hat sich also markant verbessert.

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vom 19. April 2001 die Ausrichtung einer ordentlichen Dividende von CHF 20.– pro Aktie der Sulzer AG vor.

Sulzer Medica mit zweistelligem Wachstum
Mit CHF 1347 Mio. erzielte Sulzer Medica gegenüber dem Vorjahr eine Umsatzzunahme von 14%, währungsbereinigt 8%. Zu diesem bemerkenswerten Resultat trug die Division Orthopädie mit CHF 1097 Mio. und einem Wachstum von 13%, währungsbereinigt 8%, bei; die Division Kreislaufimplantate partizipierte mit einem Umsatzanteil von CHF 250 Mio. und einem Wachstum von 19%, währungsbereinigt 9%. (Mehr Informationen in der separaten Medienmitteilung von Sulzer Medica.)

Sulzer Industries mit Rekordgewinn
Das gute Ergebnis von Sulzer Industries wurde vor allem von wesentlichen internen Verbesserungen getragen und durch eine günstige Marktsituation unterstützt. Das 1999 lancierte Effizienzsteigerungsprogramm «Performance» kommt rascher voran als geplant. Die operative Leistung wurde durch Sondereinflüsse von CHF 24 Mio. belastet, die sich aus Restrukturierungsmassnahmen ergaben.

Die strategische Entwicklung wurde mit den Akquisitionen des Pumpengeschäfts von Ahlstrom, Finnland, und der holländischen Interturbine weitergeführt. Als Folge der angekündigten starken Fokussierung im Industrieteil wurde Sulzer Turbo an die deutsche MAN GHH Borsig verkauft; für Sulzer Textil und Sulzer Infra sind die Devestitionsverhandlungen weit fortgeschritten. Die Devestition von Sulzer Burckhardt wird im zweiten Halbjahr 2001 gestartet werden (nach Turnaround).

Sulzer Services and Equipment (Sulzer Metco und Sulzer Turbomachinery Services) erlebte ein erfreuliches Geschäftsjahr und steigerte den Umsatz auf CHF 455 Mio. (Vorjahr CHF 403 Mio., +13%). Beide Bereiche konnten durch Akquisitionen gestärkt werden (Sulzer Metco: Eldim und Interturbine Coating Center; Sulzer Turbomachinery Services: Elbar), welche in der Erfolgsrechnung 2000 noch nicht konsolidiert sind und somit keinen Einfluss auf die Umsatzsteigerung hatten.

Sulzer Pumps erhöhte den Umsatz auf CHF 855 Mio. (Vorjahr CHF 709 Mio., +21%; akquisitionsbereinigt 11%), dies wegen der gestiegenen Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte, vor allem in den Marktsegmenten Öl und Gas, Energieerzeugung sowie Zellstoff und Papier.

Sulzer Chemtech leidet noch immer unter dem schwachen Petrochemiemarkt; der Umsatz konnte zwar gesteigert werden (CHF 293 Mio., Vorjahr CHF 262 Mio., +12%), schlechte Margen führten aber zu einem Verlust von CHF 2 Mio. Die Aussichten auf einen Aufschwung im Petrochemiemarkt bereits im laufenden Jahr sind jedoch gut.

Die zu devestierenden Bereiche erzielten sehr unterschiedliche Resultate. Sulzer Infra steigerte den Umsatz auf CHF 1467 Mio. (Vorjahr CHF 1329 Mio., +10%), wurde aber von einem Einbruch bei Nicht-Kerngeschäften beeinträchtigt; Sulzer Textil erzielte – im besten Geschäftsjahr seit 10 Jahren – einen Umsatz von CHF 685 Mio. (Vorjahr CHF 650 Mio., +5%), verbunden mit einer deutlichen Steigerung des Resultats; bei Sulzer Compression (Sulzer Turbo und Sulzer Burckhardt) schrumpfte der Umsatz auf CHF 483 Mio. (Vorjahr CHF 519 Mio., –7%), allerdings bei ebenfalls deutlich gesteigertem Resultat.

Aussichten im laufenden Jahr
Sulzer Medica erwartet für das laufende Geschäftsjahr eine Fortsetzung des Wachstums, auch aufgrund der Chancen, die sich aus einem Alleingang ergeben (vgl. Pressemitteilung von Sulzer Medica).
Auch wenn sich eine stärkere Abschwächung des Wirtschaftswachstums in wichtigen Märkten nachteilig auswirken könnte, rechnet Sulzer Industries bei den Kernbereichen mit einer weiteren Steigerung der Profitabilität.

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