Erhöhter Energiebedarf

Städte verbrauchen weltweit am meisten Energie. Mit der fortschreitenden Urbanisierung und der Entwicklung von Megastädten wird die Energienachfrage stetig zunehmen.

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Insgesamt ein Fünftel der Weltbevölkerung lebt in Industrieländern, auf deren Konto die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs geht. Aufgrund der  raschen Urbanisierung in den Schwellenländern steigt die Energienachfrage weltweit sogar noch stärker an. Die Gesellschaft ist sich der negativen  Folgen zunehmend bewusst, die mit dem immer höheren Energiebedarf einhergehen.

Die Unternehmen suchen nach Möglichkeiten, um natürliche Ressourcen zu erhalten. Sie investieren in umweltfreundlichere Technologien, die  Energieeinsparungen ermöglichen. Kraftwerksbetreiber in aller Welt optimieren die Effizienz ihrer Standorte. Die modernen Sulzer-Technologien  befähigen die Kunden zu einer leistungsstärkeren Energieerzeugung.

Städte als Hauptquelle für Umweltverschmutzung Globale Energienachfrage 


Energie sparen mit Kesselspeisepumpen

Getrieben von Umweltauflagen und Kostenfaktoren sind Energieunternehmen bemüht, die Effizienz ihrer Anlagen zu optimieren. Sulzer ist ein angesehener und erfahrener Partner für besonders anspruchsvolle Aufgaben. Das zeigt sich am Beispiel des grössten Kraftwerks in China.

Der Anteil Chinas am globalen täglichen Energiekonsum beträgt 22 %. Damit ist das Land der weltweit grösste Energieverbraucher. Gleichzeitig ist es aber auch der grösste Energieerzeuger.

Strenge Umweltauflagen verändern die globale Energieerzeugungsbranche. Um die Stromerzeugung anzukurbeln, gleichzeitig aber den ökologischen Fussabdruck zu verringern, hat China ultra-überkritische (ultra-supercritical; USC) Kohlekraftwerke entwickelt. Inzwischen wird Dampf vermehrt unter höherem Druck und bei höheren Temperaturen erzeugt und so die Effizienz eines Kraftwerks gesteigert. Die ultra-überkritische Dampferzeugung zählt zu den modernsten Technologien, die mit höheren Drücken und Dampftemperaturen von über 600 °C arbeiten. Eine weitere Möglichkeit zur Steigerung des thermischen Wirkungsgrads eines Kraftwerks ist die sogenannte doppelte Zwischenüberhitzung. Durch die zweifache Überhitzung des Dampfs im Kessel wird mehr Energie freigesetzt. Mit erhöhten Dampfparametern von bis zu 350 Bar und 620 °C erzielt die doppelte  Zwischenerhitzung einen Wirkungsgrad von 48 %. Zum Vergleich: Die derzeit effizientesten USC-Kraftwerke mit einfacher Zwischenüberhitzung erreichen mit denselben Parametern einen Wert von ca. 46 %. Da die Zunahme um jeden einzelnen Prozentpunkt beträchtliche Energie- und Kosteneinsparungen mit sich bringt, kann sich diese Verbesserung erheblich auf die Entscheidungen der Kunden auswirken.

Kosten sparen dank integriertem Serviceangebot 

Anlagen für das grösste Kraftwerk in China

Das derzeit im Bau befindliche Beihai-Kraftwerk des chinesischen Energieerzeugers Shenhua wird USC-Technologie verwenden. Nach der  Fertigstellung 2017 wird es das grösste Kraftwerk Chinas sein. Derartige Kraftwerke nutzen Pumpen für die Kesseleinspeisung, die  Kondensatextraktion und die Kühlwasserprozesse. Kesselspeisepumpen, die in der Regel mit Hochdruck arbeiten, befördern Wasser in den Dampfkessel. Weil Sulzer als Lieferant hocheffizienter und zuverlässiger Pumpen in diesem Sektor bekannt ist,bestellte der chinesische Kunde für sein Kraftwerk die HPT-Kesselspeisepumpen von Sulzer.

Die Anforderungen an moderne Kohlekraftwerke dieser Grösse sind enorm. Das Beihai-Kraftwerk wird mit Dampftemperaturen zwischen 600 und 650 °C und einem Druck von bis zu 350 Bar arbeiten. Bei derart hohen Drücken und Temperaturen wird das Material gewaltigen Belastungen ausgesetzt. Grundvoraussetzung für den sicheren Kraftwerksbetrieb ist die Zuverlässigkeit der Anlage. Für die Gesamtkosten ist auch die Leistung (insbesondere der Pumpen) in erheblichem Masse entscheidend. Die Ingenieure von Sulzer haben die Pumpen so konstruiert, dass sie alle  Anforderungen des Hochleistungsbetriebs im Beihai-Kraftwerk erfüllen.

Beihei-Kraftwerk von Shenhua

Die grössten Kesselspeisepumpen

Die an das Beihai-Kraftwerk gelieferten Pumpen sind die grössten Kesselspeisepumpen, die Sulzer jemals gebaut hat. Die Hauptpumpe für Beihai besitzt eine Kapazität von 2 480 Tonnen pro Stunde sowie einen Austrittsdruck von 500 Bar und eine Wellenleistung von über 40 MW. Gefertigt  werden die Pumpen im Sulzer-Werk in Suzhou, das 2010 eröffnet wurde und mehr als 350 Mitarbeitende beschäftigt. Sulzer stellt dort auf einer Fläche von insgesamt 23 000 m2 massgefertigte Pumpen für die Märkte Öl und Gas sowie Energie her. Für dieses Projekt wurde das Werk in Suzhou von Sulzer-Standorten weltweit unterstützt. So arbeitete das Suzhou-Werk mit Ingenieuren aus Winterthur, Schweiz, zusammen, um die geeigneten Pumpen auszuwählen. Des Weiteren kooperierte das Werk mit dem Pumps-Equipment-Standort in Leeds, Vereinigtes Königreich, um die wirkungsvollste Beschaffungsstrategie für die Pumpen festzulegen. Sulzer ist seit über 100 Jahren in China präsent. Neben Suzhou unterhält das Unternehmen auch Fertigungsstätten in Dalian, Schanghai und Kunshan sowie mehrere Vertriebs- und Servicestandorte. China plant in naher Zukunft den Bau weiterer Kraftwerke mit doppelter Zwischenüberhitzung. Weltweit hat Sulzer etwa 1 000 Kesselspeisepumpen für verschiedene Kraftwerke geliefert, darunter konventionelle, Atom-, Biomasse- und konzentrierte Solarenergie-Kraftwerke. Das Unternehmen ist erfahren und in der Lage, seine Kunden hinsichtlich der geeignetsten Lösung zu beraten. Ein Vertreter des Shenhua-Beihai-Kraftwerks erläuterte hierzu: „Sulzer verfügt über ausgezeichnete Referenzen in Bezug auf grosse Kesselspeisepumpen weltweit. Ausserdem gewährleistet das Unternehmen den reibungslosen Betrieb des Shenhua-Wanzhou-Kraftwerks mit 2 x 1 000 MW und einfacher Zwischenüberhitzung. Wir haben vollstes Vertrauen in Technologie, Ingenieurkompetenzen und Fertigungskapazitäten von Sulzer.“

Energiepumpe
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